
Kampf
zwischen Kreuzfahrern und Sarazenen. Von einem früher in
der Kirche von St. Denis befindlichen Fenster aus dem 11.
Jahrh.
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RADULF VON CAEN verfaßte
in 157 Büchern die Lebensgeschichte Tankreds von
Antiochien über den Zeitraum von 1096-1105
,,Sein
Ehrgeiz ist von der bestimmtesten Art, nicht gerade auf
Feldherrnruhm und Macht, sondern auf die Auszeichnung
seines Selbst, auf einen höchst persönlichen Ruhm
gerichtet. Nicht die Schlacht, sondern das Abenteuer ist
sein Feld, er sucht sich das ganz Besondere, Seltsame,
von niemand Geahnte. Da ist denn sein Eifer, seine
Rastlosigkeit unendlich, stets ist er im Vortrab, an der
ausgesetztesten Stelle, die große Straße vermeidend wo er kann,
unermüdlich weiß er den Feind aus Nacht und Einöden herauszufinden.
Er unternimmt nichts, was man rechten Krieg nennen möchte, am
wenigsten in dem Sinne des Friedens und der Deckung einer
Reichsgrenze. Mit 80 Rittern - das ist seine ganze Macht - streift
er umher, bald gegen Damaskus, bald gegen Arabien beschäftigt: Raub
und Beute ist sein einziges Ziel: ist ihm einmal ein Fang gelungen,
so kommt er, wie es heißt, das arme Jerusalem damit zu bereichern.
Auch dort ist sein Eifer, seine Rastlosigkeit unendlich; bald
schlägt er im Süden, bald im Norden, zaust sich auch wohl mit zwei
Gegnern auf einmal herum, aber am wenigsten im Sinne des Friedens
und der Deckung einer Reichsgrenze."
Heinrich von Sybel
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